Die Silvestinale ist in Wittichenau und Umland der Inbegriff einer imposanten und unverwechselbaren Silvesterveranstaltung im Stile eines Filmfestspieles. Alle Jugendclubs der Stadt und der umliegenden Dörfer sind dazu eingeladen 10-minütige Filmbeiträge zu einem bestimmten Thema zu erstellen. Die Filme werden am 29.12.2018 auf einer Großleinwand gezeigt und von einem Liveprogramm umrahmt.

Eine Jury bewertet die Filme und vergibt bei der Galaveranstaltung am Silvesterabend die sogn. „Goldenen Engel“ für Bereiche wie beispielsweise „bester Film“, „bester Schauspieler“, „beste Special Effects“ usw.

Der Veranstalter und Dachverband der Wittichenauer Jugendclubs, United Clubs for Kulow e.V., feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen – was würde da besser passen, als die nunmehr 6. Auflage dieser Veranstaltung in Angriff zu nehmen?!

Damit geht für viele „alte Hasen“ ein Traum in Erfüllung, denn die letzte Silvestinale liegt nun bereits 10 Jahre zurück. Derzeit befinden wir uns in der Planungsphase der Veranstaltung und werden euch kontinuierlich auf dieser Webseite darüber auf dem Laufenden halten.

Ursprung

Nach jahrelanger Abstinenz veranstaltete United Clubs for Kulow e.V. im Jahr 1997 eine Silvester-Party mit allen Wittichenauer Jugendclubs in der Gaststätte „Zum Deutschen Kaiser“. Eigens für diese Veranstaltung kam man auf die Idee kleine eigenproduzierte Videofilme zu zeigen. Es gab einen Jahresrückblick mit Beiträgen von Lady Diana, Gianni Verarsche und dem Hochwasser an der Oder. Diese Veranstaltung war so erfolgreich, dass umgehend beschlossen wurde, diese im nächsten Jahr zu wiederholen.

Die Clubs „Kulow Angels“ und der „RC Ungelenk“ erklärten sich bereit die Veranstaltung auszurichten. Bei der Versammlung beider Clubs in der „Kegelbahn“ kam man nach vielem Hin und Her auf die Idee, dass alle Vereine der Stadt kleine Filmbeiträge zu einen bestimmten Thema drehen können und diese anschließend wie bei der Oskarverleihung zu prämieren.

Zum Jahreswechsel 1998/1999 war es dann soweit: Mit viel Liebe zum Detail wurde das „Schützenhaus“ zum Kinopalast umgestaltet. Eine vierköpfige Jury (Mathias Kockert (Kasse), Uwe Sauer (HUS), Lukas Raditzky (Theo) und Dirk Schneider (Schlaffer)) führte durch das Programm des Abends und bewertete die Beiträge. Nicht nur die Beiträge der einzelnen Jugendclubs und der Schützenbrüderschaft sorgten für Begeisterung, sondern auch der Jahresrückblick und diverse Werbefilme  hinterließen beim Publikum einen bleibenden Eindruck.

Millenium

Die einhellige Meinung am Ende der Veranstaltung war: dies sollte ein einmaliges Ereignis in der Geschichte der Stadt Wittichenau bleiben! …und doch regten sich einige Stimmen, ob man das Ganze nicht doch noch einmal aufleben lassen sollte. Im Laufe des Jahres 1999 wurde man sich einig und beschloss, dass zukünftig der UCfK die Hauptverantwortung übernehmen sollte. Bereits an diesem Punkt war klar, dass das „Schützenhaus“ nicht mehr die erforderlichen Kapazitäten bieten würde. Nach zähen Verhandlungen wechselte man in den Saal der ehemaligen Diskothek „Liberty“.

Die Besucher gelangten durch einen eigens dafür gebauten Tunnel, der mit Nebel und Lichteffekten in Szene gesetzt wurde. Auch der Saal war durch viele angebrachte Plakate, Vorhänge und Lichteffekte nicht mehr wieder zu erkennen. Und erstmalig gab es auch ein opulentes Bühnenbild. Alles in Allem hatte sich die Veranstaltung deutlich professionalisiert. Doch leider spielte die Technik nicht mit und so musste immer wieder improvisiert werden. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch und der Abend endete mit Westernhagens „Freiheit“, Feuerzeugen und vielen Freudentränen.

Aufgrund der technischen Probleme wurde ein Teil der Filme erst am Silvesterabend gezeigt, welcher wie eine Gala-Veranstaltung aufgezogen wurde. Die „Prominenten“ wurden in Limousinen vorgefahren, alle Gäste hielten sich an die feine Kleiderordnung und das Dreiergespann der Moderatoren führte durch den Abend.

Diese 2. Silvestinale sollte die letzte sein – erst im Jahr 3000 sollte es eine Neuauflage geben …

Zu Besuch im Märchenland

Im Jahr 2000 entschlossen sich die Wittichenauer Jugendclubs, gemeinsam Silvester im Saal des „Alten Bahnhofs“ zu feiern. Die später als „CSB-Weihnachtsfeier“ betitelte Veranstaltung riss keinen der „verwöhnten“ Jugendlichen vom Hocker. Bereits an diesem Abend reiften die ersten Ideen für eine Fortsetzung der erfolgreichen Silvestinale-Saga.

Jetzt hieß es frei nach dem Silvestinale-Slogan: „Wir müssen das Dagewesene wie immer toppen“. Eine größere Location musste her, um die Besucherzahlen erneut zu verdoppeln und der großen Nachfrage gerecht zu werden. Diese war mit der Wittichenauer Mehrzweckhalle schnell gefunden. Alles sollte noch professioneller werden und so wurden zum ersten Mal einzelne Kommissionen für die Bereiche „Ausgestaltung“, „Technik“, „Finanzen“ und „Programm“ gebildet. Zudem konnten die Verantwortlichen des UCfK ein eigenes Büro für den Verein eröffnen. Dank diverser Förderungen entstand ein Videokabinett samt eigener Schnitt- und Kameratechnik.

Neben den Jugendclubs der Stadt Wittichenau und Dörgenhausen kamen zum ersten Mal auch die Clubs aus Neuwiese, Schönau/Cunnewitz und Kotten als Teilnehmer dazu.

Nach fast einem Jahr Planung begannen am 23.12.2001 die Aufbauarbeiten in der Mehrzweckhalle, die am Ende die Turnhalle in einem unglaublichen neuen Gewand erscheinen ließen. Neben einer großen selbstgestalteten Bühne und einem festlich dekorierten Saal wurde der komplette Eingangs- und Bistrobereich umgebaut. Erstmals schmückte auch ein riesiges Silvestinalebanner den Weg zum Veranstaltungsort.

Als eine der vielen Neuerungen begann der Filmabend mit einem Intro bestehend aus 3D-Animation, Licht- und Pyroshow und wurde mit einem „Silvestinale-Lied“ untermalt, welches heute noch bei allen Beteiligten Gänsehaut auslöst. Vor ausverkauftem Haus liefen Märchen wie „Schneewittchen“, „Die sieben Geißlein“ oder „Aschenputtel“ über die große Leinwand. Umrahmt mit einem noch opulenteren Bühnenprogramm und Livebeiträgen vom Jugendclub Dörgenhausen sowie den „Crackers“ mit ihrem „Rumpelnobscha“. Der Abend endete in Applaus, Standing Ovations sowie der einen oder anderen Träne. Die Besucher waren begeistert.

Am 31.12.2001 folgte der Gala-Abend anlässlich der Verleihung der „Goldenen Engel“, die durch viele prominente Laudatoren aus Stadt und Land vergeben wurden. Erneut waren alle Gäste in feinster Abendgarderobe erschienen und wurden mit einem Sektempfang begrüßt. Nach einer langen Silvesterparty waren sich alle Organisatoren einig: Das war`s, das ist nicht mehr zu toppen….Ende, Schluss, aus… !!!

Alles Täuschung

Böse Zungen würden behaupten, dass diese Aussage nur „Täuschung“ war – aber der Jugendverein entwickelte sich weiter.

Mit den Erfahrungen durch die Ausrichtung der Silvestinalen sowie vieler Unterstützer aus Stadt und Land konnte United Clubs in den Folgejahren ein Leader+-Projekt mit den Namen „Internationales Multi-Media Zentrum“ aus dem Boden stampfen. Vom beschaulichen Büro in Keula ging es in den „Alten Bahnhof“ von Wittichenau. Mit Hilfe von Sponsoren, Spenden, der Stadtverwaltung Wittichenau und vielen ehrenamtlichen Stunden wurde der Bahnhof samt Saal und Außengelände umgestaltet. Video-, Computer oder Grafikkurse sowie kulturelle Veranstaltungen zum Beispiel Konzerte oder Kinoabende füllten das Gelände mit Leben.

Am Ende des Jahres 2003 reiften die ersten Ideen für eine 4. Auflage des Filmspektakels. Mit dem umfangreichen Wissen sowie den professionelleren Strukturen des Wittichenauer Dachverbandes schien es nicht mehr unmöglich, die vergangene Silvestinale noch zu toppen. Also hieß es für die Hauptverantwortlichen wieder: Klinkenputzen bei den alten Mitstreitern, die nachgewachsene Jugend zu begeistern und alle ins Boot zu holen. Ein Jahr später war es dann endlich wieder soweit!!!

Zum übergeordneten Thema „Trickfilme“ gab es dieses Mal neben den zwei Hauptabenden noch einen zusätzlichen Veranstaltungsnachmittag, um der hohen Kartennachfrage nachzukommen. Alles in Allem wurde mit der vierten Silvestinale wieder eins drauf gesetzt. Aber so richtig zufrieden schienen die Verantwortlichen noch immer nicht…

Finale

Drei weitere Jahre sollten ins Land gehen, bevor es zum großen Finale kam. Im Sommer 2006 begann die erste Planungsphase – und natürlich: die letzte Silvestinale sollte auf jedenfall nochmal getoppt werden.

Alles noch professioneller, noch größer, noch schöner.

Neben den zwei Hauptveranstaltungen gab es einen zusätzlichen Filmabend sowie eine Nachmittagsvorstellung. Wieder alles ausverkauft, wieder eine volle Mehrzweckhalle!

Zum Thema „Die große Welt des Films“ wurden berühmte Klassiker liebevoll umgesetzt – und das nicht nur auf der Leinwand, sondern auch Live auf der Bühne. Der Saal erstrahlte in neuem Glanz. Riesige Bildelemente an den Wänden, eine Decke, die nur so vor Licht funkelte, der Technikstand eingebaut in ein altes Schloss, ein riesiger Vulkan auf der Bühne und der Vorraum, der so schön war, dass er gleich für die folgenden Faschingsveranstaltungen stehen blieb.

Wieder waren die Besucher beim betreten der Mehrzweckhalle verzaubert und das sollte so weitergehen. Ein Intro voll gepackt mit 3D-Animationen, Licht-, Laser-, und Pyroshow eröffnete alle Veranstaltungen. Standing Ovations für die Darbietungen, für die Ausgezeichneten sowie Tränen der Rührung…Herz was willst Du mehr?!, wird sich so manch einer gedacht haben.

„Das Ende einer Legende“…das war der Titel des vorläufig letzten Aktes der Silvestinale.

(…und beim Schreiben dieses Satzes läuft ein Schauer über den Rücken des Autors…)

Und nun?

Ihr werdet Euch denken können, was jetzt wieder kommt… Na klar: die 5. Silvestinale 2007 sollte die Letzte sein. Selbstverständlich!!!

Die Macher und Mitstreiter von einst sind in die Jahre gekommen…Frau, Kinder, Haus und ähnliches.

Die neue Generation kennt die Silvestinale nur aus Erzählungen, spricht selber von einer Legende…

Legende…!?

In der Literatur bedeutet Legende entweder „Lebensgeschichte von Heiligen“ oder „Eine Geschichte, die (seit langem) erzählt wird und an der nur wenig stimmt.“

Hmmm….

FORTSETZUNG FOLGT